Die Frage, was bei Verletzungen und Schmerzen besser ist (Wärme oder Kälte), teilt die Menschen gern in zwei Gruppen: die, die auf Kälte schwören, und die, die auf Wärme schwören.
Aber was wirkt besser? Und lohnt es sich, in bestimmten Situationen das eine dem anderen vorzuziehen?
Kälte ist gut bei Verletzungen
Kältebehandlung eignet sich gut, um Gewebe zu beruhigen, das entzündet und geschwollen ist. Die Entzündung selbst ist ein natürlicher und wichtiger Prozess, der entsteht, wenn eine Verletzung entsteht.
Aber der Entzündungsprozess kann auch sehr schmerzhaft sein und tut oft viel mehr weh, als er müsste.
Kälte kann als milde Form der Schmerzlinderung eingesetzt werden, die wirkt, indem sie die Entzündung im verletzten Bereich dämpft. Das kann zum Beispiel nach einem Sturz, einem Muskelfaserriss oder anderen akuten Verletzungen sein.
Wärme ist gut bei Muskeln und länger anhaltenden Schmerzen
Wärmebehandlung eignet sich gut bei Muskelschmerzen.
Besonders wirkt sie bei Zuständen wie Muskelverspannungen, Triggerpunkten, anhaltenden Schmerzen im unteren Rücken und Nackenschmerzen.
Wofür Kälte und Wärme nicht gedacht sind
Wärme kann eine Entzündung verschlimmern, weil man in diesem Fall einem schon warmen Bereich noch mehr Wärme zuführt.
Kälte kann die Muskulatur dazu bringen, sich zusammenzuziehen und zu verspannen, und das will man ganz bestimmt nicht, zum Beispiel bei einem steifen Nacken oder einem Hexenschuss, wenn die Muskeln ohnehin schon „steif“ sind.